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Ort: Café Mokador, Dorotheergasse 6-8, 1010 Wien,

Zeit: 9. April 2013, 18.00 Uhr

„Selbstverantwortung aus weiblicher Sicht. Zur aktuellen Problematik der Geschlechterverhältnisse“

Vortrag im Rahmen der Nacht der Philosophie in den Wiener Kaffeehäusern

 

Programm

Nacht der Philosophie

   

Ort: Seminarzentrum Am Spiegeln,
Johann-Hörbiger-Gasse 30, 1230 Wien

Zeit: 16. Juni 2012

Selbstverantwortung und Fremdbestimmung. Ein philosophisch-ethischer Zugang

Vortrag auf der Fachtagung der IOA Selbstverantwortung als Prinzip:
Positionen zur handlungsorientierten Perspektive

Verantwortung für das eigene Leben übernehmen zu können und dies auch zu dürfen ist historisch gesehen keine Selbstverständlichkeit. Dazu bedurfte es der Emanzipationsbewegungen der letzten Jahrhunderte um Frauen, Sklaven, Lohnabhängige, Menschen mit anderer Hautfarbe usw. aus ihrer Abhängigkeit zu befreien. Das Entlassen des Sohnes aus der väterlichen Verfügungsgewalt, die emancipatio, war schon im römischen Recht die Voraussetzung für einen Mann, ein freies und selbstverantwortetes Leben führen zu können. Die Aufklärung des 18. Jahrhunderts, in Kants Worten der „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“, forderte Freiheit und Gleichheit nunmehr für alle Menschen. Um selbstverantwortlich agieren zu können braucht es also bestimmter Voraussetzungen: zum einen bedarf es einer gewissen Unabhängigkeit, also eines „Freiseins  von“ Unterdrückung und Diskriminierung, zum anderen bestimmter Fähigkeiten und Ressourcen, also eines „Freiseins für“ selbstgewählte Lebensentwürfe und politische Selbstbestimmung. Bildung als Motor der Emanzipation sollte dazu verhelfen, ein Bewusstsein für die eigene Persönlichkeit und ihre Stärken zu entwickeln, um diese dann erfolgreich im Berufsleben und in der politischen Partizipation einsetzen zu können. „Der Mensch ist das, was er aus sich macht“, so bringt es Sartres Existentialismus auf den Punkt. Das Tun, die Leistung zählt und nicht die Herkunft. Der Mensch ist zur Freiheit und Selbstverantwortung „verurteilt“. Er muss sich selber wählen, weil kein Gott ihm mehr vorschreibt wie er zu leben hat. In Zeiten neoliberaler Machbarkeiten machen sich neue Tendenzen sichtbar: Selbstverantwortung verkommt zu einem Schlagwort, hinter dem sich neue Diskriminierungs- und Ausbeutungsmechanismen verstecken.  Zum einen wird das Individuum vermehrt in die Selbstverantwortung entlassen – Stichwort „Ich-AG“ -  zum anderen werden ihm zugleich die Ressourcen zur Selbstständigkeit entzogen oder vorenthalten. Freiheit bedarf immer einer Form von Ein- oder Rückgebundenheit, sonst mündet sie in Selbstausbeutung und Selbstgefährdung, ebenso wie Versorgung und Geborgensein in Bevormundung und Trägheit abgleiten kann. Im Vortrag wird auf die gegenseitige Abhängigkeit und Wechselwirkung von individueller Selbst- bzw. Eigenverantwortung und kollektiver Mitverantwortung näher eingegangen.

 

Programm

Download Vortrag (Publikation)

   
Ort: VHS Brigittenau, Raffaelgasse 11, 1200 Wien
Zeit: Montag, 14.2. 2011

Wege zum Glück

Vortrag im Rahmen von "University meets Public" an der Volkshochschule Brigittenau

Die Suche nach dem Glück ist so alt wie die Menschheit selbst. Was wir allerdings dazu benötigen, um glücklich zu sein, darüber war man sich nicht immer einig. Auch gab es, gerade im deutschsprachen Bereich, Vorbehalte gegenüber dem Glücksstreben, ob dieses nicht etwa der Pflichterfüllung zu weichen habe. In neuester Zeit wird das Glück jedoch zu einem eigenen Forschungsfeld: was führt dazu, dass manche Menschen glücklicher sind und manche weniger. Im Vortrag sollen mögliche Wege zum Glück angedacht und gemeinsam reflektiert werden.

Vortrag download

Ort: VHS Landstraße, Hainburgerstrasse 29, 1030 Wien
Zeit: Donnerstag, 8. 4. 2010

Kurs Nr. 2034

 

Gedanken über die Zeit


Die Wahrnehmung und Erfahrung von Zeit gehören zu den zentralen Aspekten menschlicher Wirklichkeitskonstruktionen. Auch wenn die zeitliche Ordnung für uns einen Charakter von selbstverständlicher Natürlichkeit besitzt, variieren die Zeitauffassungen sowohl in historischer als auch in kultureller Hinsicht. Ziel des Vortrages ist es, dem „Wesen der Zeit“ etwas näher zu kommen und verschiedene philosophische, naturwissenschaftliche und soziologische  Ansätze vorzustellen.

 

Ort: Zentrae der Wiener Volkshochschulen, Hollerg. 22 1150 Wien

Zeit: Mittwoch 28.4.2010, 9.00-11.00

Zeitgemäße und anregende Vermittlung von Philosophie an Volkshochschulen. Themen, Formate, Erfahrungen

Ziel dieses Vortrages ist es, aufzuzeigen, welchen praktischen Stellenwert Philosophie in unserem Leben heute noch haben kann, welche Rolle die Volkshochschulen dabei spielen können und welche Erfahrungen ich als Kursleiterin im Bereich der Volkshochschulen gemacht habe.

Vortrag

Ort: Volkshochschule Hietzing, Hofwiesengasse 48, 1130 Wien

Zeit: Samstag, 21. November 2009, 14.00-19.00

Von den Menschenrechten zu den Europäischen Grundwerten

Vortrag an der Tagung "Wertewandel?! Europas Werte im Wandel der Zeit" anlässlich eine Tagung des Instituts für Axiologische Forschung in Kooperation mit der Volkshochschule Hietzing als Projektpartner des Europäischen Projekts SUVal 2Separating and Unifying Values: Trails of West-Eastern Values. Was uns trennt und was uns eint."

Programm, Dowload1, Download2

 

Ort: Institut für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz

UZT, Heinrichstr. 78A, HS 47.01

Zeit: Donnerstag, 28. Jänner 2010, 14hc.t.

Emanzipation und Dekonstruktion: Beauvoirs Werk als Drehpunkt zwischen Moderne und Postmoderne

„In der Debatte über den Feminismus ist genug Tinte geflossen. Jetzt ist sie nahezu abgeschlossen: reden wir nicht mehr darüber.“ Dieser Satz stammt nicht etwas von einer aktuellen Zeitungsmitteilung, sondern von Beauvoir selbst, die ihn 1949 an den Beginn ihres Buches, Das andere Geschlecht, stellte. 60 Jahre danach, in Zeiten des Postfeminismus befinden wir uns an einem ähnlichen Ausgangspunkt. Wurde nicht schon alles erreicht? Was wollen wir mehr?
Ziel dieses Vortrages ist es, die Aktualität Beauvoirs in Bezug auf die komplexen, nach wie vor ungelösten tiefliegenden Konflikte rund um das Geschlechterverhältnis aufzuzeigen. Beauvoirs Analyse des Zusammenhanges von Freiheit, Macht und Anerkennung hat nichts an Sprengkraft verloren. Beauvoirs Stärke liegt darin, moderne Emanzipationsbestrebungen mit dekonstruktiven Ansätzen in Verbindung gebracht zu haben, weshalb ihr Werk auch als Drehpunkt zwischen Moderne und Postmoderne angesehen werden kann. Im Vortrag wird ausführlich auf Beauvoirs Freiheits- und Anerkennungstheorien und deren Auswirklungen auf das Geschlechterverhältnis eingegangen.  

Einladung

 

Anschließende Podiumsdiskussion am Philosophicum

Freiheit M/macht Anerkennung

DO 28. JAN 2010, 19:30 Uhr
KHG-Foyer, Leechgasse 24, 8010 Graz

Sind Männer und Frauen heute gleichberechtigt?
Kann das „leidige“ Kapitel Feminismus 60 Jahre nach Erscheinen von Simone de Beauvoirs Das andere Geschlecht geschlossen werden? 
Welche Rolle spielt die Freiheit der Geschlechter im Anschluss daran?

Mit:
Doz. in Dr. in Susanne Moser (Uni Wien, Institut für Axiologische Forschungen, Wien)
Dr.in MMag.a Sigrid Eder (Institut für Alttestamentliche Bibelwissenschaft, KFU, Graz)
Dr. Christian Scambor (Klinischer Psychologe, Männerberatung Graz)

Moderation:
Dr. Hans-Walter Ruckenbauer

Ninja Reichert liest aus Simone de Beauvoirs Das andere Geschlecht 

Gender Mainstreaming und Postfeminismus
„In der Debatte über den Feminismus ist genug Tinte geflossen … reden wir nicht mehr darüber“, steht einleitend in Simone de Beauvoirs Klassiker Das andere Geschlecht von 1949. Kann das „leidige“ Kapitel Geschlechterkampf heute, im Postfeminismus angekommen, endlich geschlossen werden? Was kann von den Forderungen der Feministin Simone de Beauvoir im Zeitalter von Gender Mainstreaming noch umgesetzt werden?
Gegen den verordneten Diskursabbruch stellen sich die Gäste des Philosophicums der bleibenden Provokation durch die unzeitgemäßen Thesen Simone de Beauvoir zum Geschlechterverhältnis und diskutieren im Anschluss an ihre Texte Beispiele aus der Praxis. 

Eine Kooperationsveranstaltung von Institut für Philosophie an der Kath.-Theol. Fakultät der KFU und KHG Graz.

Einladung

Ort:  Bezirksmuseum Hietzing, Am Platz 2, 1130 Hietzing
Zeit: Mittwoch, 14.10.2009, 18.00 – 20.00

Euro: 5,00

Michel Foucaults Überlegungen zum modernen Überwachungsstaat


„Der Mensch, zu dessen Befreiung man einlädt, ist bereits in sich das Resultat einer Unterwerfung, die viel tiefer ist als er.“ Das Anliegen des französischen Philosophen Michel Foucault (1926-1984) ist es, zu zeigen, dass die moderne Disziplinarmacht nicht nur verbietet und einschränkt, sondern produktiv ans Werk geht, um die Individuen nach ihrem Bedarf zu disziplinieren und hervorzubringen. Anhand des Modells des Panoptikums, jenem Bild des allgegenwärtigen und unsichtbaren mächtigen Überwachers und Zensors, werden jene Mechanismen angesprochen, die im Hintergrund moderner Gesellschaften wirken und von dort her die demokratischen Spielregeln immer wieder außer Kraft zu setzen versuchen.

Vortrag

Ort: VHS Landstraße, Hainburgerstrasse 24
Zeit: Donnerstag, 22.10.2009, 19.00 – 21.00

Euro 5,00

Der Wille zum Sinn: Viktor Frankls Überlegungen zur Grundlegung einer Existenzanalyse


Das Bild vom Menschen, so wie es die Psychoanalyse entworfen hat, erfasst nach Frankl nicht die Totalität des Menschen als leib-seelisch-geistiger Einheit. Im Menschen gibt es nicht nur einen „Willen zur Lust“ (Freud) und einen „Willen zur Macht“ (Adler), sondern auch einen „Willen zum Sinn“. Oft macht sich jedoch ein Sinnlosigkeitsgefühl breit, das mit einem Leeregefühl und einem existentiellen Vakuum verbunden ist. Frankl will dem Menschen dazu verhelfen seine je spezifische Aufgabe und ganz persönliche Mission zu verwirklichen und damit seinen Sinn im Leben zu finden.

Vortrag

Ort: VHS Landstraße, Hainburgerstrasse
Zeit: Donnerstag, 5.11.2009, 19.30 – 21.00

Euro 5,00

Gibt es einen Willen zum Bösen?


Die Auseinandersetzung mit dem Bösen ist so alt wie die Menschheit selbst. In der Sündenfallgeschichte werden wir erstmals mit dem Bösen konfrontiert: Gottes Wille zu missachten - nämlich sein Verbot vom Baum der Erkenntnis von gut und böse zu essen – führt zur Vertreibung aus dem Paradies. In der Folge wird das Böse entweder, wie in der griechischen Philosophie, als Mangel an Einsicht oder wie in der christlichen Tradition als Eigenwille gegenüber Gott, angesehen. Erst in der Moderne wird das Böse, etwas, das um seiner selbst willen  angestrebt und zu einer ästhetischen Kategorie erhoben wird, wie etwa bei Marquis de Sade, Baudelaire oder Rimbaud.

Vortrag

Interpretationen des Bösen

 

Zeit: 15.1.2009, 19.30-21h

Ort: VHS Landstrasse, Hainburgerstrasse 29

René Descartes:"Wer fragt, zweifelt und sucht nach neuen Gewissheiten"

Vortrag im Rahmen von "University meets Public" an der Volkshochschule Landstrasse

Was wir von dem Philosophen René Descartes (1596-1650) lernen können ist: übernimm nie etwas unhinterfragt und ungeprüft, mache Dir Dein eigenes Bild und verfolge dann beharrlich den von Dir eingeschlagenen Weg! Descartes entwickelt Regeln zum Gebrauch der Erkenntniskraft (lat.: ingenium), die sich nicht mit Bestehendem zufrieden gibt, sondern auch Neues zu erfinden vermag (Ingenieur!). Letzte Gewissheit all unseres Fragens sind dabei immer wir selbst: „Cogito, ergo sum.“ (Ich denke, also bin ich). Auch wenn wir an allem zweifeln können, daran, dass wir im Zweifeln denken, daran können wir nicht zweifeln.  

Vortrag

 

 

Zeit: 6.11.2008, 19h30

Ort: VHS Landstrasse, Hainburgerstrasse 29

Philosophie der Gefühle

Vortrag im Rahmen von "University meets Public" an der Volkshochschule Landstrasse

Die abendländische Philosophie stand dem Phänomen des Gefühls seit jeher mit Skepsis oder gar Ablehnung gegenüber. Das Gefühl wurde als etwas gesehen, das man durch Ratio und Vernunft in den Griff zu bekommen hatte. In den letzten Jahren sind Affekt, Gefühl und Emotion jedoch ins Zentrum medientheoretischer, philosophischer und künstlerischer Aufmerksamkeit gerückt. Dies hängt nicht zuletzt mit der intensiven Auseinandersetzung mit der Rolle der Gefühle im Bereich der Gehirn- und Kognitionsforschung zusammen, welche die zentrale Bedeutung der Gefühle für alle Bereiche unseres Lebens, auch für den Erkenntnis- und Wissensbereich, betont.

Vortrag

 

  Simone de Beauvoir zum 100. Geburtstag –
Der Einfluss der Schriftstellerin und Philosophin auf die Europäische Frauenbewegung
   

Zeit: 18.6.2008, 19h30

Ort: Kirchengasse 5, 4802 Ebensee

Vortrag im Rahmen des Vortragszyklus "Geschichte der Frauenbewegung(en) am Zeitgeschichte Museum Ebensee

Simone de Beauvoir engagierte sich seit 1970 in der Frauenbewegung. Im Frühjahr 1971 beteiligte sie sich an der Aktion „J’ai avortee" (deutsch: „Ich habe abgetrieben"), die von 343 Frauen unterschrieben und im „Nouvel Observateur" veröffentlicht wurde. Zusammen mit einer kleinen Frauengruppe redigierte sie die Frauenseite der Zeitschrift „Les temps modernes" und betreute die Rubrik „sexismus ordinaire" („der alltägliche Sexismus"). Im Vortrag soll gezeigt werden, welchen Einfluss Simone de Beauvoir auf die Frauenbewegung, wobei der Begriff der Frauenbewegung hier in einen größeren Kontext gestellt und zwar denjenigen des Feminismus.

link zum Vortrag

 

   
   

Zeit: 11.6.2008, 16h30

Ort: Kunstmuseum Lentos Linz

Zwischen Selbstbestimmung und Fremdbestimmung: Zum paradoxalen Status des Frauseins in Österreich

Vortrag anlässlich der Tagung "Betriebliche Frauenförderung- Soziales Anliegen oder wirtschaftliche Notwendigkeit zur 20-Jahrfeier des VFQ

Auch heute noch befinden sich viele Frauen in einem Spannungsverhältnis zwischen Selbstbestimmung und Fremdbestimmung, zwischen beruflichen Karrierewünschen und familiären Verpflichtungen. Besonders Österreich und in Deutschlang hat sich in der Folge des Nationalsozialismus ein Frauenbild gebildet, das mehr oder weniger bewusst, auf eine „ideale Mutterschaft“ abzielt. Die Frau hat ganz für ihre Kinder da zu sein und ist für die Entwicklung ihrer Kinder mehr oder weniger allein zuständig. Die Gefahr, als Rabenmutter, ein Ausdruck den es so nur im Deutschsprachigen gibt, angesehen zu werden, wenn man noch anderen Interessen oder Aufgaben nachgeht, ist sehr groß. Betriebliche Frauenförderung hat es also mit weitaus komplexeren Fragestellungen zu tun, als mit rein ökonomischen. Im Vortrag soll gezeigt werden, welche Lösungsmöglichkeiten es gibt, um aus diesem Dilemma herauszukommen.

Vortrag (*.pdf) 

   
   

Zeit: 12.4.08, 14h30

Ort: TU Dresden, HSZ, R401

 

 

 

 

 

Zur Aktualität von Simone de Beauvoirs Menschenbild in Zeiten neoliberaler Machbarkeiten

Vortrag an der internationalen Tagung "Europäische Menschenbilder" vom 10.-12.April and der Technischen Universität Dresden

Beauvoirs gesamtes Werk ist durchdrungen von der Aufforderung sich zu engagieren und sich gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Marginalisierung zur Wehr zu setzen. Ihre Kritik setzt dabei an einem Menschenbild an, welches das Menschsein nicht allen Menschen, sondern nur einigen wenigen Privilegierten zugestehen möchte. Ziel dieses Vortrages ist es aufzuzeigen, wie Beauvoir ihre Gesellschaftskritik am Leitfaden eines Menschenbildes entwickelt, das Freiheit und die Realisierungsmöglichkeit selbstgewählter Entwürfe ausnahmslos für alle Menschen vorsieht. Der Existentialismus versteht sich als radikaler Antinaturalismus: der Mensch ist nicht das, was er von Natur aus „ist“, sondern das was er aus sich macht. In Zeiten neoliberalen Denkens könnte dies jedoch leicht dahingehend missverstanden werden, dass es nur am Einzelnen liegt, aus der Fülle der Möglichkeiten sich im Sinne einer Ich-AG selbst zu verwirklichen. Betrachtet man jedoch Beauvoirs Gesamtwerk, dann fällt auf, dass sich das von ihr vertretene Menschenbild verändert: von einer stark handlungs- und leistungsorientierten Sichtweise in Das andere Geschlecht , wo sie die Frauen auffordert, sich durch ihre Projekte konkret als Subjekte zu setzen, hin zu einer Betonung der menschlichen Würde unabhängig von einer bestimmten Leistung in ihrem Spätwerk Das Alter. Werte wie Freiheit und Gleichheit reichen nicht aus, wenn – wie sich dies heute in den bioethischen Debatten vermehrt zeigt – wir es mit Wesen zu tun haben, die keine Verträge schließen oder Diskurse führen können, oder die keine Leistung mehr erbringen können, wie z.B. alte Menschen oder Behinderte. Hinsichtlich der Diskussion um ein europäisches Menschenbild enthält dies die Einsicht, dass es eines umfassenderen Konzeptes bedarf, als desjenigen, das sich allein an Freiheit und Autonomie orientiert.

Vortrag (*.pdf),  Programm (*.pdf),  

   

Zeit: 11.5.07, 9h00

Ort: Kongresszentrum Karlsruhe

 

 

 

The Importance of Values for Social and Political Integration in Europe

Vortrag am Internationalen Kongress "Wert Urteile - Judging Values" vom 9.-11. Mai 2007 in Karlsruhe

Social cohesion is vital to every society, yet our era is increasingly challenged by growing inequalities and social fragmentation. This holds true for Europe as well as for the United States. As the gap between rich and poor widens, so does the gap between cultures. In the United States, Christians have launched a renewed attack against abortion, homosexuality and the separation of church and state. In Europe generous social welfare systems and labor standards, already under strain from an aging population, may wilt further from exposure to the winds of globalization. And, as the European Union continues to admit new member states, it must now contend with greater wealth disparities, more baflling cultural differences and more varied types of taxation and welfare.In this lecture the focus lies on the recent debate that has been taking place within the Frankfurt School, and its shift away from a value-neutral position to a position focusing on values and recognition. It will be shown that what is needed now is a Europe-wide discussion on what we want the European Union to be for all of us and of what visions we have about the future of the European Union. Values play a crucial role in this process as they influence our identity and self-understanding and, thus, are essential for the social and political integration of Europe.

Vortrag (*pdf)

 

Les trois concepts d’altérité chez Simone de Beauvoir

Vortrag am 31. Kongress der Assoziation der französisch-sprachigen Philosophie-Gesellschaften (ASPLF) an der E.L.T.E.-Universität in Budapest:

Vortrag (*.pdf)

Zeit: 2.9.2006

Ort: E.L.T.E.-Universität in Budapest

 

Zeit: 4.7..2006

Ort: Universität Sofia

The Importance of Values for the Social and Political Integration within Europe

Vortrag an der internationalen Konferenz „Rights and Values in Expanding Europe“ an der Universität Sofia, Bulgarien (4.7.2006)

Bericht (*.pdf)

   

Das andere Geschlecht heute gelesen

Vortrag zum 20. Todestag von Simone de Beauvoir im DOKU Graz: „Das andere Geschlecht heute gelesen“

Bericht (*.pdf)

Zeit: 6.4.2006

Ort: Doku Graz

 
   

Sartres und Beauvoirs Antinaturalismus im Kontext einer Kritik des Geschlechterverhältnisses in der Moderne

Vortrag an der Internationalen Konferenz, „Jean-Paul Sartre, kritischer Denker „moderner Zeiten“, Universität Wien:

Vortrag (*.pdf), Programm (*.pdf)

Ort: Universität Wien, kleiner Festsaal

Zeit: 2.-4. Juni 2005

 
   

Vortrag und Tagesseminars für PhilosophielehrerInnen im Auftrag des Pädagogischen Institutes Oberösterreich in Schlierbach (9.11.2004) „Die Philosophie Simone de Beauvoirs“

   

Menschsein, Geschlecht und Verantwortung im Kontext von Beauvoirs Theorie der Anerkennung

Vortrag an der Internationalen Konferenz „Philosophie, Interpretation, Verantwortung: Phänomenologische und hermeneutische Perspektiven Goethe-Institut, Sofia, Bulgarien

Vortrag (*.pdf), Programm (*.pdf),

Zeit: 23.-25. Septerm 2004

Ort: Goethe-Institut Sofia,

 
   

Zwischen Fremdbestimmung und Selbstbestimmung: Zum paradoxalen Status des Frauseins

Vortrag im Club Alpha, Wien, (14.10.2003)

Vortrag (*.doc)

Zeit: 14.10.2003

Ort: Club Alpha, Wien

 
   

Vortrag in der Frauenhetz. Feministische Beratung, Bildung und Kultur, „Freiheit bei Simone de Beauvoir (17. 6. 2003)

Vortrag (*.pdf)

   

Vortrag anlässlich der Buchpräsentation Freiheit und Anerkennung bei Simone de Beauvoir im Französischen Kulturinstitut (20. 11. 2002)

Vortrag,*.(pdf) Bericht (*.rtf)

   

 

Vortrag an der 21. Internationalen philosophischen Sommerschule in Varna, Bulgarien, mit dem Titel „„Über die „natürliche“ Unterlegenheit der Frau bei Kant - Eine feministische Kritik“ (30. Mai- 1. Juni 2000)

Vortrag (*.pdf)

   

Referat zur Podiumsdiskussion: Feministische Perspektiven für das 21. Jahrhundert im Rahmen des Symposions „Frauen! Das andere Geschlecht?“, veranstaltet vom Renner - Institut, Wien (11. 11. 1999)

Vortrag (*.pdf)

Programm

   

Vortrag am Institut für Wissenschaft und Kunst „Die Frau Opfer der Dialektik? Das Thema der Anerkennung im Werk von Simone de Beauvoir“, (13. 10. 1999)

Vortrag (*.pdf)

   

 

Plenarvortrag  an der Internationalen Konferenz Cinquantenaire du deuxième sexe 1949 - 1999, Paris (19-22. Januar), „Sur la transcendance et la liberté chez Simone de Beauvoir“ (21. 1. 1999)

 

   

Vortrag im Rahmen der Arbeitsgruppe Gender Studies am IWM „Simone de Beauvoirs Freiheitskonzept“ (15. 1. 1999)
   

Vortrag an der Tagung Simone de Beauvoir 50 Jahre „Das andere Geschlecht“  am philosophischen Institut der FU Berlin mit dem Titel „Transzendenz und Freiheit in Simone de Beauvoirs Das andere Geschlecht“ (14. 11. 1998)

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